Referenzprojekt - 18. April 2025

Land Niederösterreich - Bedarfs- und Bestandsanalyse der Eissportanlagen

Umfassende Analyse von 31 Eissportstandorten in Niederösterreich als Grundlage für strategische Investitions- und Standortentscheidungen.

Autor: Alexander Bründlinger

Im Projekt mit dem Land Niederösterreich analysierte icons die bestehende Eissportinfrastruktur und leitete daraus konkrete, strategische Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung des Eissports im Bundesland ab.

Projekt-Steckbrief

Projekt: Bedarfs- und Bestandsanalyse der Eissportinfrastruktur in Niederösterreich

Auftraggeber: Land Niederösterreich - Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Sport

Projektlaufzeit: Juli 2024 bis April 2025

Leistungen: Infrastruktur-Analyse, Benchmarking, Bedarfserhebung, strategische Handlungsempfehlungen

Situation

Niederösterreich verfügt über eine lange Tradition im Eissport, von Eishockey über Eiskunstlauf bis hin zum Eisstocksport. Gleichzeitig steht ein großer Teil der bestehenden Eissportanlagen vor strukturellen Herausforderungen: Viele Anlagen sind sanierungsbedürftig, verfügbare Eiszeiten reichen für den Vereinsbetrieb oft nicht aus, und moderne, wettergeschützte Eishallen sind vergleichsweise selten.

Zusätzlich fehlte eine fundierte Datengrundlage, um Investitionen strategisch zu priorisieren und den tatsächlichen Bedarf der Vereine belastbar abzubilden. Vor diesem Hintergrund beauftragte das Land Niederösterreich eine umfassende Analyse der vorhandenen Eissportinfrastruktur.

Unser Approach

icons entwickelte ein mehrstufiges Analysekonzept zur strategischen Bewertung der Eissportinfrastruktur. Im ersten Schritt führten wir ein internationales Benchmarking mit vergleichbaren Regionen wie der Steiermark, Oberösterreich, Niederbayern und Freiburg durch. Dadurch wurden strukturelle Unterschiede bei Vereinsdichte, Mitgliederzahlen und Infrastrukturangebot sichtbar.

Parallel erhoben wir den konkreten Bedarf der Eissportvereine. Über Datenerhebungen und die Analyse von Eisstundenbedarfen quantifizierten wir, wie viele Eiszeiten für unterschiedliche Sportarten wie Eishockey, Eiskunstlauf oder Eisstocksport tatsächlich benötigt werden.

Ergänzend analysierten wir sämtliche bestehenden Anlagen hinsichtlich Bauart, Nutzung, technischer Ausstattung und Sanierungsbedarf. Die Infrastruktur wurde dabei sowohl unter sportlichen als auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten bewertet. Eine internationale Best-Practice-Analyse zeigte zusätzlich, welche Bauformen und Betreiberstrukturen langfristig wirtschaftlich und nachhaltig funktionieren.

Ergebnis mit Wirkung

Die Analyse lieferte eine umfassende Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Entwicklung der Eissportanlagen in Niederösterreich. Insgesamt wurden 31 Eissportstandorte im Bundesland analysiert. Dabei zeigte sich, dass ein großer Teil der Infrastruktur aus Freiluftanlagen besteht, während geschlossene Eissporthallen vergleichsweise selten sind.

Die Studie identifizierte darüber hinaus einen Sanierungsbedarf von rund 9,4 Millionen Euro bei bestehenden Anlagen, insbesondere bei Kältemaschinen und Eispisten. Gleichzeitig wurde sichtbar, in welchen Regionen Investitionen den größten Nutzen für Vereine und Breitensport stiften.

Durch die Kombination aus Infrastruktur-Analyse, Bedarfsmodellierung und internationalem Benchmarking entstand erstmals ein vollständiges Bild der Eissportinfrastruktur im Bundesland. Das Land Niederösterreich verfügt damit über eine belastbare Grundlage, um künftige Investitionen strategisch zu planen, Anlagen gezielt zu modernisieren und den Eissport langfristig zu stärken.

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